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Ein halbes Jahr ist es nun her das ich aus dem, nun doch sehr grau und trist erscheinenden Manchester nordwärts nach Schottland gezogen bin. Es ist eine wunderschöne Stadt mit viel Geschichte, Kultur und schönen Ausblicken. Einige meiner Lieblingsszenarien werde ich mit euch teilen, aber es gibt unzählige schöne Bilder in der ganzen Stadt verteilt. Zum einen der Blick auf das Schloss. Wenn man vom östlichen Ende her die ‘Princess Street’ entlang läuft erstrahlen die Skyline der Altstadt und das Schloss, gerade in der leichten Dämmerung in einem ganz besonderen Licht. Die Architektur der Altstadt ist von hier aus gut zu sehen und die verschiedenen Ebenen, in denen die Stadt aufgebaut ist, lässt sich erahnen.

Auch sehr schon ist der Ausblick vom Anfang der ‘Broughten Street’ hinab auf Warriston und die Küste des Firth of Forth’s. Dies ist eine der Aussichten, die ich an meinem ersten in Edinburgh sah und mir dachte, dass es mir hier gefallen würde.

Möchte man das Schloss von der südlichen Seite aus betrachten empfehle ich den Blick von der Tür der Oz Bar aus. Im Herzen der Altstadt auf ‘Candlemaker Row’ liegt diese kleine urige Bar im australischen Stiel mit lokalen Bieren und 2 Billardtischen. Steht man hier vor dem Eingang und schaut westlich bekommt man einen sehr schönen Blick auf die Rückseite des Schlosses.

Geballte Fotomöglichkeiten gibt es in Stockbridge, entlang ‘Leith Water’ und in Dean Village. Meine Empfehlung wäre an einem sonnigen Sonntagmorgen den Wochenmarkt in Stockbridge zu besuchen, hier werden eine Vielzahl von Speisen, artesane Lebensmittel und kleine Kunstgegenstände angeboten. Dann kann man sich einen Kaffee zu holen und einen Spaziergang Flussaufwärts entlang des ‘Leith Water’ machen. Nach etwa einer halben bis dreiviertel Stunde kommt man nach ‘Dean Village’ mit wunderschönen kleinen Gassen und einer atemberaubenden Architektur. Ich rate dazu ein bisschen in den kopfsteingepflasterten Straßen verloren zu gehen und dann noch in der ‘Gallery of modern Art’ vorbei zu schauen um einen Tag voller Eindrücken und Kultur abzurunden.

Edinburgh ist die Stadt mit den meisten Bars und Pubs in Schottland. Es gibt knapp 465000 Einwohner in Schottlands Hauptstadt und über 730 öffentliche Bars und Pubs damit ist es die Stadt mit den meisten Räumlichkeiten mit Schanklizenz in Schottland. Es ist also nahezu unmöglich jede Bar hier zu besuchen und noch unmöglicher ist es zu sagen, welche die Besten sind. Von all den Bars, in denen ich in meinen ersten 6 Monaten war,  könnte ich wahrscheinlich eine Lieblingsbar in jeder Straße nennen, das würde aber komplett den Rahmen sprengen also hier aber eine kleine Auswahl.

Theatre Royal Bar: Als erstes muss ich natürlich die ‘Theatre Royal Bar’ nennen. Nach 6 Monaten, die ich hier nun arbeite, ist mir die Bar sehr ans Herz gewachsen. Es ist ein sehr gemütlicher, urig schottischer Pub. In den Wintermonaten brennen hier zwei Feuer in offenen Kaminen und es gibt große Tische die ideal für Gruppen von bis zu 15 Personen sind. Es gibt typisches Pub-Essen wie Haggis Neeps & Tatties, Fish & Chips und Burger. Die Auswahl an Bier, Gin und Whisky ist riesig und die Preise durchschnittlich für einen Pub hier. Auf großen Bildschirmen werden alle wichtigen Sportereignisse gezeigt und das Team ist immer freundlich, manchmal etwas verkatert aber solange mit Respekt behandelt, hilfsbereit und gut aufgelegt. (gelegen am Anfang von Leithwalk, gleich neben dem ‘Playhouse’ & Omni Center)

Black Fox: Nur ein paar 100 Meter hinter der ‘Theatre Royal Bar’ liegt der ‘Black Fox’, eine sehr gemütliche, modern eingerichtete Bar. Die Atmosphäre ist ruhig, aber lebhaft, die offen liegende Küche serviert leckere einfache Speisen im Streetfood-Style zu angemessenen Preisen. Neben den klassischen Cocktails, die hier mit viel Liebe und Kreativität angerichtet werden, ist mein Persönliches Highlight die Slushies mit wechselnden Geschmäckern wie beispielsweise ‘Sauvinon-Blanc-Passion Fruit’ oder Kiba mit Rum. (ungefähr mittig auf Leithwalk, nur wenige Meter vom legendären Pie-Shop)

El Barrios: Weg von dem gemütlichen Feierabendbier und dem entspannten Cocktail liegt El Barrios, nach all den lustigen Abenden, die ich dort hatte, auf jeden Fall erwähnenswert. Der Name impliziert schon das es sich um eine Latein-amerikanische Bar handelt. Unter der Woche noch mehr als am Wochenende läuft hier meist Salsa, Reggaeton oder Latein-amerikanischer Pop, wer Spaß am kolumbianischen Hüftschwung und engen Tänzen hat, ist hier auf jeden Fall richtig ob in der Gruppe, allein oder mit einem Tanzpartner, es macht einfach Spaß, Für mich ist es der Ort zum Tequila & Desperados trinken und Tanzen bis die Musik ausgeht, die Musik und aufgeheizte Stimmung lasst einen Alles da draußen vergessen. (gelegen auf Hannover Street in der Neustadt Seite der Stadt)

Whistle Binkies: Ist es Zeit für die Lederjacke und die Rock’n’Roll Stiefel dann geht’s am besten zu Whistle Binkies. Am die ganze Woche über treten hier mehr oder weniger gute Bands auf. Je nach gefallen kann man ganz vorne mittanzen und sich die Seele aus dem Leib singen oder im Hintergrund sitzen und einfach die Stimmung genießen. Sei es ein Junggesellenabschied, der erste oder letzte Stopp einer langen Nacht oder nur Quatschen und was trinken gehen, in dieser Bar passt alles rein. Hier kann man Menschen aus allen Alters- und Gesellschaftsschichten antreffen, die alle im gleichen Masse ausspannen und die Welt für eine Weile vergessen. (nicht weit weg von irgendwo, an der Ecke zwischen Northbridge und der Royal Mile)

Will man aber in Edinburgh ausgehen kann man sich eigentlich nicht verlaufen, solange man kein festes Ziel ist es einfach sich treiben zu lassen und an den Menschen vor dem Eingang einer Bar zu entscheiden, ob man hinein geht oder 100 Meter zur nächsten geht, denn die Bardichte ist wie schon gesagt hoch und hat eine Bandbreite wie ich es zuvor noch nicht erlebt habe.

 

Eben so unterschiedlich wie die Feiermöglichkeiten sind auch die Restaurants, die Museen und alle Freizeitmöglichkeiten. Ich habe, besonders in den letzten 4 Monaten, diese Stadt wirklich zu schätzen und lieben gelernt. Das Wetter ist selten perfekt und ich hatte auch meine Probleme mit dem schottischen Akzent, aber hier ist immer etwas los, auch nach Jahren würde es hier glaube ich nicht Langweilig werden. Ab Februar ist an den Wochenenden die ganze Stadt auf den Beinen, um das Six Nations Rugby Turnier zu verfolgen, wenn es wärmer wird geht es los mit unzähligen Festivals und Events, die einen bis zum Fringe unterhalten werden. Der August ist ein restloser Monat mit dem Fringe in der ganzen Stadt, ein Festival der Kleinkunst Straßenkünstler, Comedians, Bands und Theateraufführungen sind nur ein Teil des Programms. Gleichzeitige tritt auch das Royal Military Tattoo am Fuße des Schlosses auf. Während den Wintermonaten kommen die Touristen für die vielen Weihnachtsmärkte und Winter Attraktionen in die Stadt mit Buckwein und Feuertonnen kann man sich in verschiedenen Orten in der ganzen Stadt warm halten.

 

In Edinburgh gibt es unzählige Orte, die man besuchen sollte und ich habe nach sechs Monaten noch nicht einmal die Hälfte der Stadt richtig gesehen aber hier noch einige Empfehlungen von dem, was ich schon erlebt habe:

Der Pie Shop: Ungefähr mittig auf Leithwalk liegt der Pieshop, ein kleiner unauffälliger Laden bei Tag aber das ultimative Erlebnis bei Nacht. Ich bin mir nicht sicher über die Öffnungszeiten, aber irgendwie ist er immer auf, wenn man ihn brauch. Wie der Name schon sagt, gibt es hier Pies und Schotten lieben Pies, egal wer und aus welchem Grund, nach dem Feiern, auf dem Weg zum Flughafen für eine Geschäftsreise, wenn man mitten in der Nacht mit dem Hund raus muss oder einfach nur Lust auf Pies hat. Ich hatte noch nie so viel Spaß bei einem Bäcker :D.

 

Carlton Hill: Ok, jeder Edinburgh Reiseführer empfiehlt auf Carlton Hill zu steigen, um die Monumente und die Aussicht zu betrachten. Es ist aber auch ein wirklich schöner Ort, um ein paar Bierchen zu genießen, in der Sonne zu sitzen, oder wie gestern zum Beispiel einen Schneemann zu bauen und Schlitten fahren. Von dort kann man von Sommer bis Winter die vielen Feuerwerke sehen, in den Winternächten die ganze Stadt leuchten sehen und im Sommer faul auf der Wiese liegen und den Touristen zuhören, wenn sie das Nordufer des Firth of Forth für Frankreich halten.

 

Fireside: Dieser vielfältige und einzigartige Ort wurde erst im Rahmen der letzten Winterattraktionen eröffnet und war so beliebt das die Veranstalter sich immer neues Ausdenken. In den Katakomben auf Market Street ist hier ein Veranstaltungsort mit besonderem Charakter geschaffen worden. Draußen gibt es Street-Food-Wagen, Feuerstellen und Sitzmöglichkeiten, drinnen findet man die Bar, Sofas, Tischtennisplatten, Flippermaschinen, Gesellschaftsspiele und vieles mehr. Die Veranstaltungen sind ebenso vielfältig wie die Kunden, von Rugby Wochenenden über Konzerte bis zu ‘Free Arcade Game Fridays’ ist alles dabei.

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